Der Name der Gruppe „Blue Welfare“ geht zurück auf „Welfare Orchestra, eine Jazz-Rock Truppe, in der Dieter Tönsmeier in den siebziger Jahren Mitglied war.
Im Frühjahr 2003 trafen sich Bassist Arne Lenser und Saxofonist Dieter Tönsmeier, gerade aus anderen Formationen ausgestiegen, um neue Wege zu beschreiten. Es wurden Duo-Auftritte gemacht,viel geprobt, komponiert und ein neues Konzept kreiert. Etwas später stieß Gitarrist Uwe Siemers dazu und trug fortan zur Festigung der Gruppe und des Konzeptes bei. Dieses Trio bildet bis heute den harten Kern der Gruppe, um den sich regelmäßig verschiedene Gastmusiker sammeln, für Auftritte oder Studioaufnahmen. Die Namen dieser Musiker sind auf den beiden CD´s verewigt. Ansonsten stützt sich die Gruppe auf elektronisch gesteuerte Beats, was unter anderem den Vorteil von sehr flexibler Lautstärke bietet, insbesondere bei Darbietungen in weniger großen Räumen.- Das musikalische Konzept der Gruppe stützt sich einerseits auf die starke Bedeutung von Eigenkompositionen und Improvisation,andererseits auf rhythmische Vielfalt. Vom Tango über Rock und Blues und jazzigen Balladen bis hin zu modernen,jugendlichen Grooves wie Hip Hop, House oderDrum n’ Bass sind den Stücken jeweils andere Beats unterlegt. – Der individuelle Stil in den überwiegend melodisch angelegten Kompositionen sowie die sehr persönlichen Sounds und Ausdrucksmittel der Interpreten garantieren den ästhetischen und atmosphärischen Zusammenhalt bei gleichzeitiger rhythmisch-stilistischer Vielfalt. Von daher gewinnt die Musik ihre Tiefe und Einheit und vermeidet modische Beliebigkeit. Die Kompositionen sind so konzipiert, dass sie sowohl im relativ ‚leisen’ kammermusikalischen Trio (Bass,Gitarre und Saxofon) als auch im vollen Quintett mit kräftigem Sound vorgetragen werden können. Das musikalische Programm umfasst zahlreiche Eigenkompositionen, die Spieldauer mit einer Auswahl daraus beträgt bis zu zwei Stunden. – Das kammermusikalische Trio eignet sich besonders für evtl. etwas kürzere und unaufwendige Musikbeiträge, z.B. im Rahmen von Ausstellungs-Eröffnungen , Lesungen usw. – Die Musik ist so angelegt, dass sie sowohl künstlerischen Ansprüchen gerecht wird, gleichzeitig aber auch unterhaltsam und melancholisch leicht daherkommt.
Von „Blue Welfare“ gibt es bis jetzt zwei CD’s. Im Jahre 2006 erschien die sehr schöne CD „Schattenspiel“, mit zehn Eigenkompositionen. Sie wurde von Publikum und Kritikern sehr gelobt.
Seit Herbst 2008 ist nun auch „coffee to go“ auf dem Markt, mit ebenfalls zehn Eigenkompositionen und einer Instrumentalversion eines französischen Chansons. Wieder eine sehr schöne CD, reichhaltig in stilistischer Hinsicht, teilweise zweistimmig in den melodischen Themen, einige rockige Gitarren Soli, ein paar jazzige Sax-Soli, ein grooviger E-Bass und schöne Fretlesspassagen.
Gastmusiker sind hier die Schlagzeuger Guy Halbout, Reinhard Schiemann, Sven Krumme, Armin Hoffman und Rolf Kirschbaum, der in seinem Studio auch die Aufnahmen, den Mix und das Master gemacht hat. Die beiden Keyborder sind Jens Schöwing und Jürgen Sobing. Diese zweite CD erscheint künstlerisch noch etwas dichter als die erste…aber: Hören Sie selbst!